Summerer Technologies GmbH & Co. KG Rosenheim. Werkzeugbau - Formenbau

Der erste Standort (1965) in Stiedering

Seit 2004 in Schechen

von links: Sebastian, Andreas, Anton und Franz Summerer

Unsere Mitarbeiter beim Betriebsausflug in Amsterdam

50 JAHRE WERKZEUGBAU SUMMERER

1965 legte Franz Summerer sen. mit seinen Brüdern Alois und Leonhard in Stiedering den Grundstein der heute in Schechen beheimateten Firma. Damals begann alles in einer kleinen Garage mit zwei Fräsmaschinen und viel Improvisationstalent. Schon bald erwiesen sich die 50 m2 Produktionsfläche als zu klein, sodass 1974 ein Neubau in Gänsbach, Gem. Rimsting, erforderlich wurde.

Hauptkunden waren in der Luft- und Raumfahrt zu finden wie die Firmen MTU und MBB.

Mit dem Übergang auf die zweite Generation folgte auch ein Strategiewechsel von einer Fräsfirma in den Werkzeug- und Formenbau. Nachdem die Firma auf über 20 Mitarbeiter angewachsen war, erfolgte 1991 ein Erweiterungsbau auf 2.000 m2. Von da an wurden Spritzguss-Werkzeuge für Außenspiegel und Säulenverkleidungen im Automobilbereich zum Hauptgeschäft. Nach weiteren zwölf Jahren und mittlerweile 40 Mitarbeitern folgte 2004 ein zweiter Standort in Schechen bei Rosenheim. Große klimatisierte Produktionshallen ermöglichen dort den Bau von Werkzeugen bis zu 80 Tonnen Gewicht, die für große Kunststoffscheiben nötig sind. Seit 2010 sind die Geschäftsaktivitäten in Schechen vereint und bis Ende des Jahres 2015 werden ca. 70 Mitarbeiter beschäftigt sein.

DIE INNOVATIONSSCHMIEDE

Volkswagen stellte 2013 auf dem 83. Internationalen Auto-Salon Genf das 1-Liter-Auto XL1 zum ersten Mal vor, bei dem kratzfeste Kunststoff-Seitenscheiben in den Flügeltüren eingesetzt wurden.
Nur wenige wissen, dass die komplette Herstellungskette vom Formenbau über Produktion im Spritzprägeverfahren bis hin zur Auslieferung der Scheiben an Volkswagen von der Innovationsschmiede Summerer Technologies aus Schechen bei Rosenheim umgesetzt bzw. koordiniert wurde.
Durch die Beschichtung der Scheiben, die in den USA aufgetragen wurde, konnten die hohen Qualitätsansprüche an die Kratzfestigkeit, UV-, Wetterbeständigkeit und Härte erfüllt werden. Mittlerweile sind 2 1⁄2 Jahre vergangen und rückblickend konnte ein positives Fazit gezogen werden. Die von VW produzierten 200 Fahrzeuge sind restlos ausverkauft. Zu sehen bekommt man den XL1 auf den Straßen allerdings sehr selten. Summerer Technologies konnte sich eines der begehrten Exemplare sichern und ist nun in der Lage, die Seitenscheiben und Technologien ein drucksvoll und direkt am Fahrzeug interessiertem Fachpublikum zu präsentieren. Verscheibungen aus Polycarbonat-Kunststoff erlauben dem Designer mehr Gestaltungsfreiheit und zudem reduziert sich das Gewicht im Vergleich zu herkömmlichen Glasscheiben um 30 – 50 %, was dem Kraftstoff Verbrauch zugutekommt.
Somit blickt man optimistisch in die Zukunft, hofft auf weitere Projek­te und Wachstum dieses Marktsegments, so Geschäftsführer Franz Summerer.